Terrakotta

Die bei Terrakottawaren am häufigsten gestellte Frage, ist die, nach der Frostsicherheit. Da muss ganz klar gesagt werden, dass es, für unsere klimatischen Bedingungen, keine frostsichere Terrakotta gibt.

Industrieware ist dichter und mit höherer Temperatur gebrannt, was sie etwas unempfindlicher macht. Bei handgefertigten Terrakottagefäßen ist das naturgemäß anders. Besonders die aufgesetzten Teile wie Verzierungen, Henkel und dergleichen sind dabei gefährdet. Was natürlich nicht heißt, dass sie nicht im Winter draußen bleiben können. Da das Verhalten, gerade bei handgefertigten Waren, nicht vorhersehbar ist, sollte man einige Punkte beachten.

  1. Vermeidung von Staunässe. Dazu können Sie als Drainage Kies oder Blähton verwenden, damit das Wasser gut abfließen kann. Erde evt. nicht direkt in den Topf, sondern verwenden Sie „Kunststoffeinsätze weich“ (zum Auskleiden von Pflanzgefäßen) und machen Sie unten Löcher in die Folie, damit das Wasser nur nach unten abfließen kann.
  2. Stellen Sie im Winter das Gefäß niemals direkt auf Erde oder auf Fliesen, da der Gefäßboden anfrieren und abspringen könnte. Stellen Sie die Töpfe auf Holzleisten oder Styroporplatten.
  3. Stellen Sie, wenn die Möglichkeit besteht, das bepflanzte Gefäß an einen hellen und möglichst überdachten Platz. Unbepflanzte Gefäße decken Sie bitte ab, damit kein Wasser eindringen kann.
  4. Eine Empfehlung, die bereits von vielen Fachleuten ausgesprochen wird, ist eine Imprägnierung. Es gibt explizite Terrakotta-Imprägnierungen, die den Farbton des Gefäßes nicht verändern und die Atmungsaktivität erhalten. Diese Mittel verhindern lediglich das Eindringen von Feuchtigkeit in die feinen Poren und Ritzen, was das Absprengen durch Gefrieren verhindert. Darüber hinaus verhindern diese Imrägnierungen auch das Veralgen. Fragen Sie in Ihrem Baumarkt nach Terrakotta-Imprägnierung von Pro Stone, Pro Lapit oder MEM.
  5. Sollten Sie die Möglichkeit haben, Ihre Terrakottagefäße einstellen zu können, das für Sie aber zu schwer oder zu mühsm ist, sprechen Sie mit Ihrem Gärtner, der übernimmt das sicher gerne und Sie wären ganz auf der sicheren Seite.

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